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Wie ich Vegetarierin wurde

Ich erinnere mich noch, dass ich mir als Kind nicht bewusst war, dass Fleisch immer von einem Tier stammt. Wenn andere erzählten: „Gestern gab es bei uns Schweinefleisch“ oder „heute essen wir Rindfleisch“, sagte ich: „Bei uns gibt es immer nur normales Fleisch, nicht Fleisch von irgendeinem Tier“. Nachdem mir dann bewusst geworden war, dass Fleisch immer von einem ermordeten Tier stammt, bin ich relativ schnell – aber stufenweise – Vegetarierin geworden, das war in der 3. oder 4. Klasse. Sicherlich hat auch das Vorbild von meinem Onkel eine Rolle gespielt, von dem ich wusste, dass er Vegetarier war. Ein paar Jahre später habe ich bei uns im Schrank ein Buch entdeckt, in dem es um eine Familie ging, die, nachdem die Tochter kein Fleisch mehr essen wollte, weil ihre Lieblingsgans plötzlich als Braten auf dem Tisch gelandet war, nach einer gesunden fleischlosen Ernährungsform suchte. Die Familie war schließlich zur Vollwertkost gekommen. Ein paar Wochen, nachdem ich das Buch entdeckt hatte, begann auch ich, auf Vollwertkost umzustellen. Und damit ich beeinflussen konnte, was es bei uns zu essen gab, machte ich mich daran, am Wochenende und in den Ferien meine Familie zu bekochen. Die machte sich anfangs gelegentlich ihr eigenes Fleisch dazu, ernährt sich aber inzwischen auch fast vegetarisch. Mit weiteren Kochbüchern, Versuch und Irrtum und vor allem viel Kreativität habe ich mir so das Kochen angeeignet. Seit ca. 7 Jahren esse ich außerdem auch keine Eier und kein tierisches Lab (von dessen Existenz ich vorher gar nichts wusste).
Für mich ist vegetarisch zu essen keine Einschränkung, sondern im Gegenteil eine Eröffnung von tausend Möglichkeiten, denn das Hauptgericht ist nicht mehr darauf festgelegt, Fleisch sein zu müssen, sondern kann aus gebackenem Gemüse oder Nüssen, Hülsenfrüchten, Getreide oder Tofu oder oder oder und bestehen. Und es macht viel mehr Spaß, zu kochen und zu essen, wenn man weiß, dass dafür kein unschuldiges Tier leiden muss. Außerdem fühlt man sich durch den höheren Ballaststoff- und Vitamingehalt sowie die deutliche Reduzierung der gesättigten Fettsäuren viel leichter und beschwingter und erhöht schlemmend und mit gutem Gewissen seine Lebenserwartung und –qualität.

Von Renate Heßler

Bericht über vegetarische Ernährung in der Apothekenumschau

In der aktuellen, ab 15. September erhältlichen Apothekenumschau wird über vegetarische Ernährung berichtet. Die zahlreichen günstigen Auswirkungen einer pflanzlichen Lebensweise wie der Klimaschutz, die Verbesserung der Gesundheit und natürlich die Verminderung von Tierleid werden dargelegt. In dem Bericht werden auch Judith und Karl, Mitglieder unserer Regionalgruppe Nürnberg, vorgestellt. Beide leben seit vielen Jahren vegan. Sie sagen: „Tierische Produkte zu verwenden, bedeutet für uns Tierquälerei“.

Leider stellt die Apothekenumschau es so dar, als ob eine vegetarische Ernährung nur gesund wäre, wenn auch Milch und Eier konsumiert werden, da diese B12 enthalten. B12 lässt sich jedoch problemlos in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einnehmen. Wir möchten deshalb nochmals betonen, dass auch eine rein pflanzliche, also vegane Ernährung überaus gesund ist. Zu diesem Ergebnis ist auch die ADA gekommen – die American Dietetic Association, der weltgrößte Zusammenschluss von Ernährungswissenschaftlern. In ihrem Positionspaper aus dem Jahr 2003 heißt es:

“Es ist die Position der Amerikanischen Gesellschaft der Ernährungswissenschaftler (ADA) und des Verbandes kanadischer Ernährungswissenschaftler (DC), dass eine vernünftig geplante vegetarische Kostform gesundheitsförderlich und dem Nährstoffbedarf angemessen ist sowie einen gesundheitlichen Nutzen für Prävention und Behandlung bestimmter Erkrankungen hat“, und weiter: “Gut geplante vegane und andere Formen der vegetarischen Ernährung sind für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet“.

In der Septemberausgabe der Apothekenumschau wird außerdem ein sogenannter Pescetarier vorgestellt, also jemand, der kein Fleisch, jedoch Fisch ist. Ein Fisch ist jedoch ebenso ein fühlendes Lebewesen wie eine Kuh, ein Schwein oder ein Huhn. Dass Fische schmerzempfindlich sind, wurde in einer Studie der Edinburgh University und des Roslin Institute in Großbritannien festgestellt. Der in der Apothekenumschau vorgestellte Pescetarier begründet seinen Konsum von Fischen mit dem Bedarf nach Omega 3-Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind jedoch ebenso in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, beispielsweise in Algen, Walnüssen, Leinöl, Hanföl, Rapsöl, Olivenöl und Sojabohnen.

Auch auf rein veganer Basis ist also eine abwechslungsreiche, schmackhafte und nicht zuletzt sehr gesunde Ernährung möglich. Zudem bietet eine pflanzlichen Lebensweise zahlreiche gesundheitliche Vorteile, wie „Prävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten, Übergewicht und Bluthochdruck“, wie Professor Claus Leitzmann, emeritierter Professor der Universität Gießen, erläutert.

Viele köstliche vegane Rezepte finden Sie zum Beispiel unter:
http://vebu.de/lifestyle/essen-a-trinken/rezepte

Hagen Rether über Fleisch, Klima und persönliche Freiheiten

Quelle: youtube.com/watch?v=0QnW-wkSM1U

Einer der besten und klügsten Kabarettisten Deutschlands, selbst Vegetarier, redet über Fleisch, Klima, persönliche Freiheiten und Gerechtigkeiten.

Vielen Dank Hagen Rether (Wikipedia).

Ein Besuch beim Vegetarierstammtisch

Unter der Überschrift “Ein Besuch beim Vegetarierstammtisch” stand in den Nürnberger Nachrichten ein Bericht über den Vegetarierstammtisch.

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