Fühlende Lebewesen, zu Fleisch gemacht – heute Hunde und Katzen

Die Passanten staunten nicht schlecht als wir am 28.4. an unserem Stand in der Karolinenstraße in Nürnberg unsere neuen Spezialitäten anpriesen:

 

„Knackige Hundewürstchen und saftige Spankätzchenbällchen, frisch tot gestreichelt. Kosten Sie jetzt! Wem Schweine, Kühe und Hühner schmecken, der wird auch Hunde- und Katzenfleisch lieben“, schallte es in bester Marktschreiermanier von unserem Stand. Die schlachtfrischen Köstlichkeiten boten wir auch auf einer Restauranttafel feil, vor der sich Scharen von Menschen bildeten, die ungläubig den Kopf schüttelten.

 

Vielen Menschen fiel glattweg die Kinnlade herunter bei dem Gedanken, süße, kleine „Haustiere“ aufzufuttern. „Man kann doch keine Hunde essen“, hieß es immer wieder. Auf unsere erstaunte Rückfrage: „Aber warum denn nicht, Sie essen doch auch Schweine, Kühe und Hühner, wo ist der Unterschied?“, geriet so mancher ins Grübeln und musste letztlich zustimmen, dass das ja auch Tiere sind.

 

Unser Ziel, den Menschen zu verdeutlichen, dass alle Tiere fühlende Lebewesen sind, die Freude, Schmerz und Leid erfahren und an ihrem Leben hängen, konnten wir mit unserer witzigen Aktion verwirklichen. Letztlich wird die Grenze zwischen Haus- und Nutztieren vom Menschen willkürlich zur Beruhigung seines Gewissens gezogen. Was mit sogenannten „Nutztieren“ tagtäglich geschieht, würden viele bei „Haustieren“ niemals dulden. Diese Augenwischerei kann und darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass alle Tiere ein Recht auf Leben und Unversehrtheit haben.

 

Besonders freuten wir uns über die vielen humorvollen Menschen, die aufgrund unserer Aktion das Gespräch mit uns suchten und in Zukunft sicher zweimal nachdenken, ob sie Tiere oder nicht doch lieber schmackhafte pflanzliche Alternativen essen möchten. Auch viele Vegetarier und Veganer konnten wir an unserem Stand begrüßen und mit unserem großen Informationsangebot versorgen.

 

Selbstverständlich kam bei unserer Aktion kein Tier zu Schaden, denn alle unsere Kostproben waren rein vegan. Hinter den vermeintlichen Katzenfleischbällchen verbargen sich Soja-Bällchen mit Gyrosgewürz, dazu gab es herzhaftes, hausgemachtes Tzatziki. Die knackigen „Hundewürstchen“ und „Pasteten“ bestanden in Wirklichkeit aus saftigem Weizenfleisch und auch unsere süßen Kuchen und knusprigen Kekse am Stand kamen völlig ohne Tierprodukte aus. Geschmacklich konnten unsere Häppchen rundum überzeugen, die Rezepte für unsere Leckereien wurden gern mitgenommen. Bei vielen Menschen konnten wir so dazu beitragen, Vorbehalte gegenüber einer pflanzlichen Ernährung Happen für Happen zu entkräften.

 

Fotos zu dieser wahnwitzigen und sehr denkwürdigen Aktion findet ihr hier.

Herzlichen Glückwunsch, liebe Fleischindustrie oder: Warum sie alles richtig macht

Ein Beitrag von Mathias:

Fleisch ist gesund. Fleisch ist wichtig. Fleisch ist gut. Menschen brauchen Fleisch. Es enthält Vitamine und Nährstoffe, auf die man nicht verzichten kann. Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügelfleisch, Fisch – es ist vielfältig, natürlich, verträglich und lecker. Nicht umsonst hieß es in der Werbung lange Zeit „Fleisch – ein Stück Lebenskraft.“

Aber…ist es das wirklich?
Glaubt man der heilen, bunten Werbewelt, ist alles in bester Ordnung. Die Tiere freuen sich auf der grünen Wiese und die Menschen leben harmonisch im Einklang mit sich, den Tieren und der Umwelt zusammen und so ganz nebenbei gibt’s mal ‘ne leckere Wurst oder ein Schnitzel.

Seltsam nur, dass man gar nicht erst aufwändig recherchieren muss, um so ein komisches Gefühl in der Magengegend zu bekommen:

War da nicht noch etwas?
Gammelfleisch? Rinderwahn? Geflügelpest? Dioxin-Eier? Schweinepest? Verunreinigte Garnelen und Fische? Und alles schön „gewürzt“ mit einer großzügigen Portion an Medikamenten?
Und die grüne Wiese?
Eine echte Wiese kriegen die Tiere nie zu sehen, weil sie in der modernen Variante der „Tierfreundschaft“ auf mit Exkrementen verdrecktem Betonboden mit Futter und Medikamenten „ganz artgerecht“ vollgestopft und anschließend nach einer kurzen, bedeutungslosen Existenz in irgendeiner „Fleischproduktionsstätte“ schön zersäbelt werden, um als Endprodukt unseren Teller zu zieren. Lecker. Guten Appetit!

Herzlichen Glückwunsch, liebe Fleischindustrie.
Besser kann man kaum Werbung für pflanzliche Ernährung machen!
Mensch kann sehr gut ohne Fleisch leben. Ohne die zugehörigen Skandale. Ohne Angst. Ohne negative Folgen für Tier, Umwelt und Mensch. Ohne Aufwand. Und doch ohne Verzicht auf Geschmack und Nährstoffe. Und ohne schlechtes Gewissen, weil man doch sonst so gerne die Vögel zwitschern hört und sich über den Hasen auf der Wiese freut.

Ins Grübeln gekommen? Wer statt Skandalen lieber Gesundes auf dem Teller haben will, findet unten bessere Alternativen:

 

Alles kein Fleisch. Alles lecker.
Entdecke den Geschmack.

Wer es mal ohne Fleisch probieren möchte, denkt zuerst an Salat. Oder an… und da hört es dann meistens schon auf.

Dabei ist das ganz einfach. Man braucht am Anfang vielleicht nur etwas Orientierungshilfe, um alte Gewohnheiten abzulegen und den Geschmacksknospen neue Inspiration zu schenken.

Hier kommt das „Who is who“ der Veggie-Gaumenschmeichler:

Seitan
Wird aus Weizenmehl hergestellt. Nach dem Braten feste bis knusprige Konsistenz. Lässt sich zum Beispiel gut als vegetarische Füllung für Döner, als pflanzliches Steak oder auch als Braten (z.B. mit Rotweinsauce, Kraut und Klößen) verwenden.

Sojagranulat und -würfel
Werden aus Sojabohnen hergestellt. Gute Einsatzmöglichkeit z.B. in Sauce Bolognese oder als Würfel auch im Veggie-Gulasch.

Tofu
Die „Nr. 1 der vegetarischen Küche“ wird ebenso aus Sojabohnen hergestellt. Sehr vielseitig. Kann z.B. als Rührtofu wie ein Rührei zubereitet werden. Länger gebraten wird er schön knusprig. In Suppen behält er seine weiche Konsistenz. Tofu gibt es auch in geräucherter Form z.B. als Ersatz für Speck. Toll in der Veggie-Variante von Spaghetti Carbonara!
Tofuprodukte gibt es zudem mit Seetang oder Meeresalgen (hoher Jodanteil!) als tollen Ersatz für Fischgerichte.

Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen, Bohnen)
Ja, richtig gelesen. Auch die guten, alten Hülsenfrüchte bilden eine ideale Basis für vegetarische Fleischalternativen. Denn Fleisch ist in erster Linie eine Eiweißquelle – und das können Erbsen, Linsen, Bohnen und alle weiteren oben genannten Alternativen auch bieten! Aus Bohnenpüree z.B. lässt sich hervorragend ein leckerer Burger kreieren. Rauf auf’s Brötchen. Gurke, Salat, Tomate und Zwiebeln dazu. Ketchup und Senf nicht vergessen. WOW!

Lupinen
Süßlupinen sind, im Gegensatz zu ihren Verwandten, die sicher jeder schon mal in freier Natur gesehen hat, keinesfalls giftig und gehören zur Gattung der Hülsenfrüchte. Sie sind echte Eiweißbomben und der heimliche Star dieser kleinen Übersicht, denn gerade in Deutschland liegen die Powerblumen schwer im Trend. Die Lupine wird auch „Soja des Nordens“ genannt – und das völlig zurecht. Die Samen können auch sehr vielseitig verwendet werden: Als Basis für vegetarisches Schnitzel, Gyros, rein pflanzliche  Eiscreme, als Brotaufstrich,… Toll!

Fertiges
Wer sich lieber erst einmal langsam an die tollen Möglichkeiten der pflanzlichen Ernährung herantasten möchte, bekommt auch viele Fertigprodukte im Supermarkt. Außerdem bieten zahlreiche Drogerien mit Lebensmittelsortiment vegetarische Artikel wie z.B. Brotaufstriche, Bratlinge, Würstchen,… Frage nach! Es gibt vieles zu probieren. Wetten, dass da auch etwas für dich dabei ist?
Die oben genannten Alternativen zuzubereiten ist am Anfang natürlich ungewohnt. Am besten kann man sich an zahlreichen, frei erhältlichen Rezepten orientieren. Eine Auswahl gibt es auch hier. Weitere Hintergrundinfos findest du hier.

 

Hilfe, die Vegetarier kommen!

Ein Gastbeitrag von Mathias:

Ein kleiner Ratgeber für den ersten Kontakt.

“Die spinnen, die Vegetarier und Veganer und wie auch immer die noch heißen. Aber so ein bisschen neugierig bin ich ja schon. Nur – was tun? Was sagen? Wie komme ich heil durch das erste Gespräch mit so einem…Pflanzenfresser?”

Keine Sorge – du hast die Hilfe bereits vor Augen. Also, nicht verzagen. Einfach kurz mal das Schnitzel beiseite legen und weiterlesen!

10 Fragen, mit denen du jedem Vegetarier eine “Freude” machst…

  1. Du bist doch dieser Vegetarier, oder?
  2. Du isst also kein Fleisch?
  3. Also du isst so gar keins?
  4. Aber Hühnchen schon, oder?
  5. Und Gnu? Oder Eule?
  6. Und was ist mit Fisch?
  7. WAS?? Das auch nicht?!!
  8. Dann isst du nur Salat?
  9. Ist das nicht anstrengend – so ganz ohne Fleisch?
  10. Warst du damit mal beim Psychiater? Das kann man doch bestimmt therapieren.


…und 10 Antworten, mit denen du dann rechnen solltest

  1. Ja.
  2. Nein.
  3. Nein.
  4. Nein.
  5. Nein.
  6. Nein.
  7. Nein.
  8. Nein.
  9. Nein.
  10. Nein.

“Ja, aber… was DARF man diese Körnerfresser denn überhaupt noch fragen?!?”

Kein Problem – auch darauf hat dieser kleine Ratgeber eine hilfreiche Antwort parat. Sei einfach neugierig und trau dich!
Vegetarier sind freundliche und interessierte Menschen, die sich Gedanken um die Umwelt und ihre Mitmenschen machen – und hiermit findest du bestimmt ein paar Themen, die dich der wundersamen (und wundervollen) Welt der gesunden, vegetarischen Lebensweise näher bringen können:


10 Fragen, die du stattdessen mal an einem Vegetarier ausprobieren könntest

  1. Warum wird man denn Vegetarier?
  2. Das ganze Körnerzeug und diese Rohkost sind doch echt eine Beleidigung für den Magen! Kannst du mich vom Gegenteil überzeugen?
  3. Und wieso sollte ich kein Fleisch mehr essen? Ich LIEBE meine Nürnberger Würstchen!
  4. Wo findet man denn gute vegetarische Rezepte?
  5. Wird man von solchem Essen überhaupt satt??
  6. Ein Freund von mir hat eine Freundin, die mal einen Bekannten hatte, dessen Schwester eine Freundin hatte, die Veganerin war. Und ich weiß aus erster Hand, dass die möglicherweise eventuell vielleicht in einer Sekte war. Bist du nicht auch in einer Sekte?
  7. Bist du bei deiner Ernährungsweise nicht immer ein Außenseiter bei Feiern etc.?
  8. Seit wann lebst du denn schon vegetarisch?
  9. Und was ist der Unterschied zwischen “Vegetarier” und “Veganer”?
  10. Bei mir kommt am Wochenende eine Freundin zu Besuch – ihr Freund ist Vegetarier. Wir wollen zusammen kochen – worauf muss ich achten?

Na – wie war’s?

Bestimmt waren die Antworten nicht ganz so einsilbig, oder? Natürlich waren einige Fragen dabei, die hören wir immer und immer wieder (und können sie eigentlich schon nicht mehr hören) :-) , aber:

Wenn du ein bisschen neugierig bist und etwas über vegetarische Ernährung und ihre Vorteile wissen möchtest, bist du beim Vebu genau richtig.

Wir helfen gerne weiter. Natürlich auch mit tollen Rezepten. Es ist ganz leicht, sich gesund UND lecker zu ernähren!

Sei gespannt auf Neues und probier’s doch mal vegetarisch!

Zum Meatout 2012 forderten wir: “Gehen Sie nicht über Leichen!”

Unter dem Motto „Meatout – Leben und leben lassen“ fanden auch in diesem Jahr vom 16. bis 18. März weltweit Aktionstage für eine vegetarische und vegane Ernährung statt. In vielen deutschen Städten beteiligten sich Gruppen und Einzelpersonen an dieser internationalen Veranstaltung.

Das zentrale Anliegen dieser Aktion ist die Aufklärung über die schädlichen Auswirkungen des Konsums von Fleisch, Milch und Eiern auf Tiere, Umwelt, Klima und die menschliche Gesundheit. Ebenso soll das Interesse an einer gesunden, umwelt- und tierfreundlichen vegetarischen bzw. veganen Ernährung geweckt werden. „Meatout“ gibt es seit 1985, es wurde von der Farm Animal Reform Movement in den USA initiiert und findet auf der ganzen Welt immer mehr Unterstützer.

Neben dem Verein Menschen für Tierrechte Nürnberg, den Tierfreunden und der Bürgerinitiative Donnerstag Veggietag Nürnberg war auch unsere Regionalgruppe mit einem Infostand in der Nürnberger Innenstadt am Start. Bei strahlendem Sonnenschein standen wir von 11 bis 19 Uhr in der Pfannenschmiedgasse, um den Passanten die vegane Ernährung mit leckeren Kostproben und informativen Hintergrundbroschüren schmackhaft zu machen.

Vor unserem Stand forderten wir die Menschen mit dem Schriftzug „Gehen Sie nicht über Leichen!“ auf, ihre Ernährung zu überdenken. Gezeichnete Tiere, darunter ein Schwein, eine Kuh, ein Huhn und mehrere Fische, standen symbolisch für die Millionen fühlenden Lebewesen, die jedes Jahr für einen kurzen Gaumenkitzel getötet werden. Davon, wie einfach und schmackhaft es sich ganz ohne Fleisch, Milch und Eier leben lässt, konnten sich die Passanten an unserem Stand überzeugen. Bei uns konnten sie herzhafte vegane Quiche, Schnittchen mit hausgemachtem Petersilienpesto und Räuchertofu, belegte Brote mit rein pflanzlicher Salami, Rauchaufschnitt und frischem Gemüse, knusprige Tofubällchen und deftig eingelegten Tofu verkosten. Auch für Naschkatzen hatten wir einiges zu bieten: unser zartschmelzender veganer Schokokuchen, unsere Schoko-Bananen-Muffins und Chocolate Chip Cookies waren im Nu vernascht. Besonders freuten sich die Passanten über die Rezepte unserer Leckereien, die sie sich zum Zuhause Nachzaubern mitnehmen konnten. Viele entdeckungsfreudige BürgerInnen kamen von sich aus an unseren Stand, zudem verteilten wir auch auf einem Tablett angerichtete Häppchen.

Wir beantworteten viele Fragen zu einer gesunden, rein pflanzlichen Ernährung. Die Menschen kamen aus den unterschiedlichsten Gründen an unseren Stand, einige waren allergisch gegen Milchprodukte und wollten sich über pflanzliche Alternativen informieren, einige wollten umweltfreundlicher leben, aber die meisten wollten einfach nicht mehr zum millionenfachen Leiden und Sterben der Tiere beitragen. Mit detaillierten Hintergrundinformationen und hilfreichen Tipps ausgerüstet können nun viele Menschen in eine neue, tierfreundliche Lebensweise starten. Manche versprachen, mal bei unserem Veganen Stammtisch vorbeizuschauen, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und noch mehr praktische Tipps für den Einstieg zu holen. Wir freuen uns schon, dort bald viele neue Interessierte begrüßen zu können!

Ein paar tolle Fotos von unserer Meatout-Aktion könnt ihr euch hier anschauen.

Voller Erfolg beim UNESCO-Projekttag am Gymnasium

 

Auf Einladung des Hans-Sachs-Gymnasiums in Nürnberg hin veranstalteten wir zusammen mit Aktiven der Erlanger Regionalgruppe am 7. März 2012 in zwei 7. Klassen ein buntes Programm rund um die vegane Lebensweise zum UNESCO-Projekttag „Hinterm Tellerrand geht’s weiter – weltbewusst essen und leben“.

Über unser Einstiegsvideo von Patrik Baboumian staunten die Kinder nicht schlecht – schließlich ist er der stärkste Mann Deutschlands, kann ganze Autos heben und isst dabei nichts als Pflanzen. Wie vielfältig Patrik und andere Veganer leben sahen die Kinder in einer Diashow von Köstlichkeiten, die von fruchtigen Torten, cremigem Eis über saftiges pflanzliches Filet, pikante Gemüsespieße, sahnige Nudelgerichte bis hin zu aromatischen Fleischalternativen, deftigen Burgern und exotischen Kreationen alles zeigte, was Appetit auf die vegane Küche macht. Natürlich hatten wir auch einige Kostproben für die Schüler dabei. Unsere Schoko-Kirsch-Muffins, Spinattaschen mit Soja-Blubb und unser veganes Chili begeisterten die Geschmäcker.

Interessiert hörten die Kinder die Präsentation von Lisa und Flo über die Auswirkungen der Ernährung auf Klima, Umwelt und Welthunger. Viele erfuhren zum ersten Mal detailliert, wie viel sie selbst zur Lösung der Probleme dieser Welt beitragen können, denn eine pflanzliche Ernährung hilft, klimaschädliche Gase einzusparen, die Böden zu schonen und den Regenwald und die Artenvielfalt zu erhalten. Die Schüler lernten außerdem, dass sie der Schlüssel zur Linderung des Welthungers sind, denn mit ihrer Hilfe und einer kleinen Ernährungsumstellung können die Nahrungsmittel auf der Welt viel gerechter verteilt werden, sodass in den ärmeren Ländern weniger Kinder Hunger leiden müssen. Wie groß die Verschwendung bei der Herstellung von Fleisch, Milch und Eiern ist, konnten die Kinder selbst in einem Experiment erforschen, in dem sie die nötige Getreidemenge für verschiedene Nahrungsmittel in ein großes Gefäß füllten.

Im Tierquiz von Anne wurde den Kindern klar, dass es keine Unterschiede zwischen den sogenannten Haus- und Nutztieren gibt, da alle Tiere fühlende Lebewesen mit einem starken Lebenswillen sind. Verblüfft waren die Kinder darüber, dass auch Kühe, Hühner und Schweine Freundschaften schließen, und nicht nur Elefanten, sondern auch Fische und Hühner ein gutes Gedächtnis haben. Das es auch Tieren in Biohaltung keineswegs gut geht, überraschte viele, doch Bilder von Bioställen und eine Übersicht über die Lebenserwartung der Tiere sprachen für sich.

Viel Freude machte den Kindern die vegane Ernährungspyramide, die sie mit Angi zusammenstellten. Wer hätte gedacht, dass man weder Fleisch, Milch noch Eier braucht, um gesund und fit zu sein? „Eine Grundlage aus viel Wasser und Bewegung, auf die eine ausgewogene Ernährung aus Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und pflanzlichen Fetten aufbaut, liefert dem Körper alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe, und schützt obendrein vor vielen Krankheiten“, erklärte die Diätassistentin Angi.

Das Interesse der Kinder war sehr groß, auch in den Pausen stellten viele noch unzählige Fragen und nahmen sich gern zusätzliche Broschüren mit, um sich noch weiter zu informieren. Mehrere Kinder entschlossen sich, es ab sofort mal vegetarisch zu probieren. Hilfe erhalten sie dabei unter anderem von der „Weltbewussten Speisekarte“ die wir jedem Kind gaben und auf der sich gute Tipps befinden, wo es in Nürnberg unterwegs leckere vegane Speisen gibt.

Wir freuen uns sehr über diesen gelungenen Projekttag und hoffen, dass sich in Zukunft noch weitere Gelegenheiten ergeben werden, Kindern diese wichtigen Zusammenhänge zu vermitteln und zu zeigen, dass es wunderbare Alternativen zum Konsum von Tierprodukten gibt.

Einige Fotos zum Projekttag könnt ihr euch hier ansehen.

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