Wie ich Vegetarierin wurde

Ich erinnere mich noch, dass ich mir als Kind nicht bewusst war, dass Fleisch immer von einem Tier stammt. Wenn andere erzählten: „Gestern gab es bei uns Schweinefleisch“ oder „heute essen wir Rindfleisch“, sagte ich: „Bei uns gibt es immer nur normales Fleisch, nicht Fleisch von irgendeinem Tier“. Nachdem mir dann bewusst geworden war, dass Fleisch immer von einem ermordeten Tier stammt, bin ich relativ schnell – aber stufenweise – Vegetarierin geworden, das war in der 3. oder 4. Klasse. Sicherlich hat auch das Vorbild von meinem Onkel eine Rolle gespielt, von dem ich wusste, dass er Vegetarier war. Ein paar Jahre später habe ich bei uns im Schrank ein Buch entdeckt, in dem es um eine Familie ging, die, nachdem die Tochter kein Fleisch mehr essen wollte, weil ihre Lieblingsgans plötzlich als Braten auf dem Tisch gelandet war, nach einer gesunden fleischlosen Ernährungsform suchte. Die Familie war schließlich zur Vollwertkost gekommen. Ein paar Wochen, nachdem ich das Buch entdeckt hatte, begann auch ich, auf Vollwertkost umzustellen. Und damit ich beeinflussen konnte, was es bei uns zu essen gab, machte ich mich daran, am Wochenende und in den Ferien meine Familie zu bekochen. Die machte sich anfangs gelegentlich ihr eigenes Fleisch dazu, ernährt sich aber inzwischen auch fast vegetarisch. Mit weiteren Kochbüchern, Versuch und Irrtum und vor allem viel Kreativität habe ich mir so das Kochen angeeignet. Seit ca. 7 Jahren esse ich außerdem auch keine Eier und kein tierisches Lab (von dessen Existenz ich vorher gar nichts wusste).
Für mich ist vegetarisch zu essen keine Einschränkung, sondern im Gegenteil eine Eröffnung von tausend Möglichkeiten, denn das Hauptgericht ist nicht mehr darauf festgelegt, Fleisch sein zu müssen, sondern kann aus gebackenem Gemüse oder Nüssen, Hülsenfrüchten, Getreide oder Tofu oder oder oder und bestehen. Und es macht viel mehr Spaß, zu kochen und zu essen, wenn man weiß, dass dafür kein unschuldiges Tier leiden muss. Außerdem fühlt man sich durch den höheren Ballaststoff- und Vitamingehalt sowie die deutliche Reduzierung der gesättigten Fettsäuren viel leichter und beschwingter und erhöht schlemmend und mit gutem Gewissen seine Lebenserwartung und –qualität.

Von Renate Heßler

Trauerzug für die Tiere

Am 18.02.2012 rufen wir zu einem Trauerzug für die Tiere in der Nürnberger Innenstadt auf.
Treffpunkt ist um 12:45 vor der Lorenzkirche.

Um 13:00 beginnt die Eröffnungskundgebung vor der Lorenzkirche. Anschließend werden wir eine breite Route durch die Nürnberger Innenstadt laufen, um der vielen Millionen Tiere zu gedenken, die in der Nahrungs- und Bekleidungsindustrie sterben. Aber auch den Tieren, die in der Unterhaltungsbranche und für Tierversuche sterben und nicht zuletzt den Menschen, die aufgrund der ungerechten Verteilung von Ressourcen und durch Fehlernährung ausgelöste, vermeidbare Krankheiten sterben, gilt unser Trauerzug. Eingeplant sind Zwischenstopps vor Pelzläden und Fast-Food-Ketten. Wir werden auch speziell zu diesem Anlass entworfene Flyer verteilen, in denen wir die Menschen zum Umdenken anregen und Alternativen aufzeigen möchten. Am Ende gibt es vor der Lorenzkirche noch eine Abschlusskundgebung und wenn noch Zeit bleibt, werden wir bis 16 Uhr Flyer vor der Lorenzkirche verteilen.

Schließ dich an, um deine Stimme für die Stimmlosen zu erheben!
Verbreite diesen Aufruf bitte weiter, denn je mehr wir sind, desto mehr können wir erreichen und desto wirkungsvoller wird unser Trauerzug.
Komm möglichst dunkel gekleidet. Wenn du magst, kannst du auch Kerzen, Kränze und andere geeignete Gegenstände mitbringen. Auch eigene Plakate sind herzlich willkommen.

Universelles Leben und andere anti-emanzipatorische Gruppen und Personen sind bei diesem Trauerzug nicht erwünscht!

Infostand zum Neuen Jahr

Am Samstag, den 7. Januar, sind wir von 11 – 19 Uhr mit einem Infostand und rein pflanzlichen Leckerbissen in der Karolinenstraße in der Nürnberger Innenstadt für euch da. Für das Neue Jahr habt ihr euch vorgenommen, gesünder zu leben oder mehr für die Tiere und die Umwelt zu tun oder selbst etwas gegen die Ungerechtigkeit auf der Welt zu unternehmen? Seid ihr neugierig, wie ihr das alles mit einem einzigen einfachen Schritt schafft? Schaut doch mal an unserem Stand vorbei. Wir freuen uns auf euch!

So war die Kommune V

Vom 21.-23. Oktober 2011 fand die erste Kommune V in Nürnberg statt. Bei dem 3-tägigen Seminar zu den Themen Tierrechte und vegan leben trafen sich rund 20 Menschen, um ein verlängertes Wochenende lang gemeinsam zu wohnen, kochen und Spaß zu haben.

In vielfältigen Seminaren wurden Themen wie Tierethik detailliert beleuchtet. Die Referenten stellten von der Antike bis zur Gegenwart den Umgang und die Betrachtung von Tieren in unserer Gesellschaft dar und beleuchteten auch aktuelle Tierrechtsphilosophien. Die Themen lieferten den Teilnehmern so viele Denkanstöße, dass bis spät in die Nacht angeregt diskutiert wurde.

Auf dem Plan standen auch Vorträge über die Umweltauswirkungen verschiedener Lebensweisen und konkrete Tipps zur veganen Ernährung. In praktisch ausgerichteten Seminaren gab es nützliche Hinweise zum Engagement für Tierrechte und für diverse Aktionsformen. In einem lockeren Rhetorikkurs lernten die Teilnehmer, wie sie ihre Botschaften noch überzeugender vermitteln können.

Nicht zu kurz kommen durften natürlich viele leckere Mahlzeiten. Gemeinsam geschlemmt wurde unter anderem bei Soja-Bolognese, veganen Gyrostaschen mit Tzatziki und rein pflanzlichem Gulasch. Naschkatzen kamen bei Russischem Zupfkuchen, roter Grütze und Grießbrei auf ihre Kosten. Auch die Allesesser beim Seminar waren sehr begeistert von unseren kulinarischen Kreationen.

Sehr gut lief die gemeinschaftliche Organisation. In der Küche wechselten sich alle ab und auch beim Aufräumen packten alle mit an – so kam richtige „Kommunen-Stimmung“ auf. Abends saßen einige Teilnehmer in gemütlicher Runde bei Gesellschaftsspielen oder beim Pokern zusammen, andere gingen eine Runde wandern.

Wir freuen uns über ein gelungenes erstes Seminar und hoffen, bald wieder eine Kommune V veranstalten zu können – beim nächsten Mal mit noch mehr praktischen Inhalten, mehr Zeit für Diskussionen und (so überraschend das für einen Haufen VeganerInnen klingen mag) etwas weniger Essen. ;-)

Fotos von dem tollen Wochenende könnt ihr euch hier ansehen.

Pressemitteilung zu Weihnachten

Frieden und Nächstenliebe – die Inbegriffe der Weihnachtszeit. Die ganze Familie sitzt am geschmückten Tannenbaum gemütlich zusammen und verzehrt einen festlichen Braten. Was könnte friedlicher sein?

Die Antwort ist so simpel, wie unbequem: Ein Braten, der niemals ein Jemand war. Ein Braten, der niemals geatmet hat. Ein Braten ganz aus Pflanzen, der nicht nur den Tieren eine Verschnaufpause gönnt, sondern auch anderen Menschen. Menschen, die Hunger leiden, weil Ressourcen verschwendet werden. Unvorstellbar, dass für die Produktion von Fleisch so viele pflanzliche Kalorien verschwendet werden, als ob man ein Siebtel eines Brotes essen und die anderen sechs Siebtel achtlos wegwerfen würde!

Doch es macht Mut, dass Sie selbst Ihren Nächsten helfen können – der Milliarde Menschen, die auf dieser Welt hungert, ebenso wie den 500 Millionen Tieren, die hierzulande Jahr für Jahr geschlachtet werden. Überzeugen Sie sich doch dieses Jahr einmal selbst davon, dass ein Weihnachtsmenü, das wahren Frieden und Nächstenliebe bedeutet, auch ein echter Gaumenschmaus ist. Schmackhafte Rezepte finden Sie zum Beispiel auf:

http://www.peta.de/web/gaensefreundlicher.330.html
http://www.veganwelt.de/inhalt/kochen/k-rez-menues.html

 

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